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II. Fürstbischöfe kämpfen jahrhundertelang um Damme

 

Mit dem Jahre 1252 begann für Damme ein fast 600 Jahre dauerndes Unglück: Die Fürstbischöfe von Münster und Osnabrück stritten sich um den hiesigen Raum. Das führte unter den Dammern zu ständigen Querelen und sogar blutigen Kämpfen, obwohl es vielfach Einigungsversuche und Grenzbereinigungsverhandlungen gab (s. große Karte). Die Dammer entwickelten daraus ein besonderes Selbstbewusstsein ihren uneinigen Landesherrn gegenüber und schufen nicht nur die reichhaltige Form Dammer Giebelkunst mit dem „Geckpfahl“, sondern auch die hier ausgestellte „blütenreine“ Dammer Tracht.

In der Vitrine links sind neben zwei Originalen dazu passender goldbestickter Hauben zu dieser Tracht auch die Eichendorff-Plakette mit entsprechender Urkunde ausgestellt, die der Dammer Heimat- und Verschönerungsverein „Oldenburgische Schweiz“ 1997 zur 100-Jahr-Feier vom Bundespräsidenten überreicht bekam.

Dammer Tracht

Eine der Plaketten am Brunnen vor der katholischen St. Viktor-Kirche zeigt den Streit der Fürstbischöfe auf sehr personenbezogene Weise. Neben der bereits erläuterten Jahreszahl 1252 ist 1831 als Ende dieses Hoheitsstreites vermerkt. Genau genommen ist schon 1803 die Trennung der kirchlichen von der weltlichen Herrschaft vollzogen worden, das Dammer Gebiet bereits 1817 an das Großherzogtum Oldenburg gelangt und als Amt Damme selbstverwaltet gewesen. 1831 erst regelte man die kirchlichen Verhältnisse, indem Damme zum Offizialatsbezirk Oldenburger Münsterland kam.

Streit der Fürstbischöfe

Schnatscheidung

Die in Originalgröße (213x157 cm) im Stadtmuseum aufgestellte Karte der „Schnatscheidung“ von 1728 ist Zeugnis eines Grenzbereinigungs- und Einigungsverfahrens, das den Streit der Fürstbischöfe beilegen sollte. Sie ist insofern aufschlussreich, als zahlreiche Dammer Bauernhöfe namentlich verzeichnet sind, auf deren Grund ein genau positionierter Grenzstein dieser Schnat oder Grenzlinie stehen sollte bzw. deren Ländereien auf dem jeweils münsterschen oder Osnabrücker Gebiet lägen, falls eine Einigung zustande gekommen wäre. Das aber ist trotz manch ähnlicher in Karten festgehaltener Versuche nie geschehen.

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